Die dritt letzte RS Woche haben wir in der Umgebung von Wil SG verbracht. Am Montag sind wir nach Bazenheid gefahren (waren rund 6h von Aigle aus, mit Pause) und haben dort einen Zivilschutzbunker bezogen sowie einen “mini” Führungsraum eingerichtet.

Am Dienstag mussten wir dann nach Rickenbach verschieben und dort ein ganzes Mob KP in einem, meiner Meinung nach besseren Keller, einrichten. Der Platz war sehr beschränkt, also vorallem draussen um die Antennen aufzustellen… aber wir haben halt das beste daraus gemacht. Mir hats dort allerdings nicht so gefallen, weil es eben eher wie in einem Keller war und kein richtiger Bunker/ZSA. Zudem waren die Schlafräume etwa 200m vom KP entfernt, was dann zu lasten der 3h Schlaf ging, die die meisten von uns nur hatten.

Am Mittwochmorgen brachen wir das KP wieder ab und gingen nach Münchwilen. Das war nun wieder eine richtige Zivilschutzanlage, mit Schlafräumen und Duschen und KP am gleichen Ort. Und draussen gabs auch bei weitem genug Platz um Fahrzeuge zu parkieren, tarnen und Antennen aufzustellen… Leider war die ganze Übung um 21.30 Uhr zu ende und wir hatten dann bis 24.00 Uhr Zeit, das ganze KP abzubauen und schlafen zu gehen – knapp 6h nachdem wir das ganze aufgebaut hatten. Und hier hatten wir es am besten und detailliertesten gemacht.

Donnerstagmittag gings dann wieder zurück richtung Aigle, wo wir am späteren Nachmittag eintrafen.

Die ganze Übung wurde im vornherein als “sehr gross” und mit “vielen beteiligten Brigaden” (es war eine Übung Stufe Bataillon) bezeichnet. Die Ausgangslage fand ich sogar noch gut überlegt: Nordland (i.e. Deutschland) ist im Krieg mit Westland (i.e. Frankreich) und will über die Schweiz in Westland einrücken. Wir müssen das verhindern weil sonst der Krieg bei uns, in der Mitte, ausgetragen wird. Zudem wollen wir unsere neutralität ja beibehalten.

Aber: während den 3 Tagen in den 3 verschiedenen Mob KPs haben ziemlich alle von uns keinen einzigen Funkspruch betreffend einem Gegner oder ähnlichem erhalten… die Funksprüche die ich z.B. erhalten habe waren Mitteilungen auf Stufe Kompanie, die wenig mit der Übung zu tun hatten. In den KPs waren zudem auch nie “hohe Tiere” (Oberst Leutnant, Hauptmänner, etc.) anwesend. Also überhaupt nicht so wie wir es in der Übung während der DHU erlebt hatten.

Das letzte grosse was nun noch auf uns zukommt ist die Inspektion am Dienstagnachmittag durch einen Brigadier, Chef der Infanterie.