Mein Eindruck vom OpenAir St. Gallen 2008

OpenAir St. Gallen 2008

Ich glaub ich werd immer bequemer – oder lascher? – was OpenAirs anbelangt. Von Jahr zu Jahr. Dieses Jahr bin ich Samstagnachmittag nach hause, um mich für mehrere Stunden aufs Ohr zu hauen. Aber wenigstens gabs davor noch feine Spaghetti, und zwar (quasi) gratis. Womit ich schon zum ersten Kritikpunkt übergehen kannn…

Die Preise! Ich meine, schon das Eintrittsbillet ist in meinen Augen nicht “günstig” (ich spreche vom 3-Tages-Pass à ca. CHF 155.–). Ich weiss, dass es im Vergleich doch nicht das teuerste ist. Aber es ist eben auch nicht günstig. Naja, der Billetpreis ist aber nicht der Kritikpunkt, nein, es ist die Verpfelung am OpenAir selbst! Sei es das Bier, für welches man (inklusive Depot) CHF 8.– zahlt, oder ein lächerlicher Teller Spaghetti für CHF 12.– (!). An die Preise für Drinks (z.B. im Barcadi-Dome) von CHF 16.– (inkl. Depot) getrau ich mich fast nicht mehr zu denken. Die sind nämlich die absolute “Abzocke”! Es ist ja nicht so, dass es bei uns in der Schweiz nicht schon teuer genug wäre…
Und wer jetzt denkt “Komm schon, 16 Franken ist ja nichts. Gibt ja noch 2 Stutz Depot zurück”, der soll mal ausrechnen, wieviel man (ohne Depot!) ausgibt, wenn man nur schon 2 Drinks nimmt!
Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich doch wieder das ganze Gesäufts selber mitnehmen – aus Streik gegen diese unverschämten Preise!

Zweite Kritik sind die “lässen” Fans, welche an den Konzerten stockbetrunken im hinteren Drittel taumeln, und dann – weil sie so toll sind – den halbvollen Bierbecher nach vorne in die Menge schmeissen. Das ist uuu lääs – ich habs am Prodigy Konzert erlebt – bin dann aber nach der 3. Bier-Dusche vom vorderen Drittel der Zuschauer ins hintere Drittel gewandert. Und siehe da: promt stehen zwei so Vollidioten neben mir, die ihr Bier nach vorne schmeissen. Darauf angesprochen – und festgestellt, dass sie tatsächlich voll dicht sind – haben sie wirklich auch das Gefühl, dass diese Aktion “lääs” sei. Schon krass, wie tief die Anstandsgrenze mit Alkohol sinken kann. (Und ich selbst war NICHT nüchtern und viele andere Leute hats auch ziemlich aufgeregt!)

So, das wars Kritikmässig. Das es nur an einem Ort im OASG WCs hat, ist ja schon seit Jahren bekannt und muss hier nicht noch einmal erwähnt werden ;-) Dieses Jahr konnte ich mich diesbezüglich aber auch wirklich nicht beklagen (nie mehr als 5 min angestanden, auch auf “richtige” Klos – nicht die Pissoirs).

Die Stimmung am OpenAir St. Gallen ist halt traditionellerweise toll. Gefällt mir echt super. Auch organisatorisch (ich meine die Eingangskontrolle) haben sie dieses Jahr – aus meiner Sicht/Erfahrung – verbessert. Was mir auch speziell gefällt am OASG, ist, dass man viele Leute trifft die man einfach kennt oder teilweise länger nicht mehr gesehen hat.

Nächstes Jahr bin ich – sofern nicht verhindert – natürlich wieder dabei.

4 thoughts on “Mein Eindruck vom OpenAir St. Gallen 2008

  1. nicht vergessen beim nächsten mal einen regenschirm, oder sollte ich sagen “bierschirm”, mitzunehmen!

  2. jo i bi das johr au nöd gangä wells mir eifach zu teuer gsi wär. do i kei bock ka ha alles selber mit z näh, ok i weiss bi en fuulä sack, heti dunä au jedes geld ligä loh…
    i finds generell recht krass wie tüür s zügs teilweise isch!!

  3. Muss da ein paar Punkte sagen:

    Die Preise für die Verpflegung etc. sind verständlich wenn man bedenkt dass es sich dabei um Stände handelt, d.h. die ganzen Logistik- und Infrastruktursachen gestalten sich schwieriger. Und im Bacardi Dome gibts hald Clubpreise. 14 Fr. für n Drink ist Clubpreis! Depot gibts ja wieder, ausser du bestehst auf dein “Recht”, den Becher irgendwohin zu schmeissen, wo ihn dann die Aufräumer am Montag wieder ausgraben dürfen.
    Das bier ist auch etwas teurer als in nem Alternativ-Schuppen, aber nicht teurer als in nem Club..

    Und Klos: Es gibt mindestens 3 WC Einrichtungen.

    Die Biermongos find ich auch behindert. Lösen kann man das nur mit Abtrennung von Zelt- und Konzertbereich mit Becher-verbot (oder 10 Fr. Depot und nur offizielle Becher erlaubt;)) im Konzertbereich. Das wär aber auch schade.

  4. Bierduschi häts au für mi bi Prodigy geh. Eklig aber i dem moment völlig unwichtig. Äs hät scho fasch passt obwohli denä Bieridiotä gern mol d’Meinig bzw. d’Fuscht wür verzellä (BIER WIRD GETRUNKEN NICHT WEGGEWORFEN). Ojemine…..
    @Claudio: Lieber Bierduschi als Abtrennig….:-)

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