Ich war gerade am BWL lernen, als gestern Abend meine Nachbarin aufgeregt an der Tür klingelte und sagte, dass etwas mit ihrer Tochter nicht stimme – und ob ich ihr helfen könnte.
Da bin ich natürlich sofort rüber. Gemäss der Beschreibung der Nachbarin handelte es sich wahrscheinlich um einen epileptischen Anfall. Die Tochter lag ganz weggetreten am Boden… da konnte ich schon nachfühlen, dass die Mutter einen riesen Schock erlitten hatte.
Kürzlich hatte ein Arbeitskollege von mir ebenfalls einen epileptischen Anfall im Geschäft – womit er einige andere Angestellte unbeabsichtigt “schockte”. Ich war nicht dabei als es passierte, jedoch schickte er uns nachträglich ein E-Mail mit folgender Info (für den Fall, dass er wieder einmal einen Anfall erleiden sollte):
“Bei [epileptischen] Anfällen ist zu empfehlen, Ruhe zu bewahren und bei der betroffenen Person zu bleiben, bis sie wieder voll orientiert ist. Bei einem «grossen Anfall» sollte die betroffene Person vor Verletzungsgefahren geschützt werden. Ärztliche Hilfe muss nur dann beansprucht werden, wenn der Anfall länger als 10 Minuten dauert, oder es Hinweise auf schwerere Verletzungen gibt.
Im Anfallsfall gibt es leider kein Medikament, das den Anfall «abstellt».”
Dank dieser Nachricht wusste ich auch gestern Abend, dass man nichts machen kann als einfach bei der Tochter zu bleiben und zu schauen, dass sie sich nicht selber verletzt. Ich rief dann aber natürlich den Notruf an (Telefon-Nr. 144) welcher anschliessend einen Krankenwagen vorbeischickten. Gut ist dann immer, wenn man die W-Fragen beantworten kann:
Wer ruft an? Was ist passiert (Beschreibung des Geschehnisses)? Wer ist betroffen (Person, Name und Alter)? Wie ist der Zustand der/des Betroffenen? Wo ist es passiert (Adresse und Name)?
Die Diagnose der Notfallärtzte war dann ebenfalls, dass es sich mit grosser Wahrscheinlickheit um einen epileptischen Anfall gehandelt hat. Sie haben das Mädchen dann in den Spital mitgenommen, wo wahrscheinlich mal die Ursache des Anfalles abgeklärt wird. Laut Aussage der Mutter, könnte die Tochter bereits schonmal einen solchen Anfall gehabt haben – aber da ist sie nur plötzlich benommen/verwirrt aus dem Zimmer gekommen und konnte sich an nichts erinnern.
Einer der Ärtze erkläre mir kurz, dass diese Anfälle teilweise sogar schon durch flackernde Lampen hervorgerufen werden können. Oder die Lichter in der Disco. Das führt dann quasi wie zu einem “Stress” im Gehirn – was sich in einem eptileptischen Anfall entlädt.
Die Tochter war vor dem Vorfall, bzw. als es dann passierte vor dem PC – an einem älteren, flimmernden Röhrenmonitor.
krass!!! ja damit ist nicht zu spassen!
und was lernen wir daraus? weg mit den röhrenbildschirmen! ich habe zwar als junge immer stundenlang in die röhre geglotzt, sei es der fernseher oder der pc-monitor gewesen, habe natürlich schnell gemerkt, dass es viel angenehmer ist, wenn man die bildwiederholrate so weit wie möglich hochschraubt.
jedenfalls wollte ich noch anhängen: gut gemacht oliver! so verschafft man sich einen guten ruf als “netter hilfsbereiter junger mann von nebenan”! ganz im ernst.
und hier noch etwas, was nicht so ernst zu nehmen ist: http://flash.f0rked.com/v=epilepsy
ich säg nur 46
geschdr hei de kolleg und ich am strasserand im gebüsch en elters mandli zäme gläse wo nüm het chöne ufschta und nach sire ussag scho 2h det isch gläge ohni das ihm öper het ghulfe.. mir hei ne den schnäll hei ta.. loufe isch ihm scho nüm so guet gange das het me “gschmöckt”
Uf jedefall isch er sehr dankbar gsi u het sogar gmeint mir heige ihm ds läbe grettet.. wider mal en platz im himmel gsicheret