Tokyo – 5. Tag (Mittwoch)

Da wir ja am Dienstagabend im Ausgang waren, schliefen wir bis etwa 11 Uhr am Mittwochmorgen. Als wir dann Mal langsam aufgestanden waren und Fruehstueck gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg richtung Shinjuku. Dieser Stadtteil ist beruehmt dafuer, dass die jungen Leute hier gerne einkaufen.

Es gab tatsaechlich sehr viele Geschaefte, aber aehnlich wie in Ginza viele Luxuslaeden Chanel, Armani, Hugo Boss, etc. Mir gefiel das Viertel, da es auch ziemlich sauber und schoen gemacht war.

Als wir dann so durch die Strassen liefen, langsam weg vom grossen Gerammel, erspaehten wir durch eine Art Einfahrt einen Tempel, der versteckt hinter ein paar Haeusern stand. Wir mussten natuerlich sofort ein paar Bilder machen (welche ich dann noch raufladen werde).

Danach liefen wir weiter, bis wir irgendwann bei riesigen Rugby, Baseball und Fussball Stadien ankamen. Wir prueften unsere Stadtkarte und entschieden uns, von hier aus in einen naheliegenden Park zu gehen, um von da aus dann weiter in den Stadtteil Shibuya zu gelangen.

Fuer den Park mussten wir fast CHF 2.50 zahlen, aber es hat sich dann auch ein wenig gelohnt: er war wirklich sehr schoen gemacht mit vielen Kirschbauemen (Cherry Blossom Zeit!) und einem grossen Teich mit unzaehligen Fischen (ich glaube es waren Kois).

Nach dem Park war unser Ziel das Park Hyatt Hotel. Mein Kumpel Andy hat bekannte, deren Sohn in diesem Hotel Kuechenchef ist. Und diese meinten, wir sollen ihm doch einen Besuch abstatten, er wuerde sich sicher freuen.

Wir haten einen Marsch von ein paar Kilometern vor uns, doch fanden das Hotel dann auf anhieb. Leider war der Kuechenchef gerade in einem Meeting. Es wurde uns gesagt, dass wir doch spaeter nochmals vorbeikommen sollen. Das war eine gute Gelegenheit fuer uns, den in der Naehe liegenden Yoyogi Park (Meji Schrein) nochmals auzusuchen. Dieser ist naemlich auc dafuer bekannt, dass sich dort viele junge JapanerInnen aufhalten.

Wir stolperten dann durch die Ghettos von Tokyo ;-) auf der Suche nach dem Park. Wir kamen natuerlich auch heil dort an und liefen dann so ziemlich durch den ganzen Park bis auf die beruehmte Wiese, wo die jungen rumhaengen sollten. Leider war nicht soviel los. Vielleicht lag es am relativ starken, kuehlen Wind der blies, oder vielleicht, dass es erst etwa 16 Uhr war. Wir ruhten uns kurz aus und entschieden uns dann, nochmals ins Hyatt Hotel zu gehen. Den ganzen Weg zurueck… wieder einige Kilometer laufen, dass ging langsam aber sicher in die Beine (*Poog pooog pooog*). Schliesslich hat ja noch nicht jeder die RS hinter sich ;-)

Als wir es endlich ins Hyatt geschafft hatten, fragten wir nochmals nach dem Kuechenchef. Erfreulicherweise teilte uns die Dame dieses Mal mit, dass er gleich nach unten kommen wuerde um uns zu empfangen. Das freute uns natuerlich sehr, und wir waren gespannt, was er wohl sagen wurde, da er ja keinen von uns kannte.

Hier war nun der Anfang des bisher wohl besten Abends in Tokyo :-) Wir begruessten den Kuechenchef und er war erstaunlich freundlich und offen. Sogleich schlug er uns vor, doch mit ihm nach oben ins Hotel zu kommen (das Hotel belegte in dem riesigen Wolkenkratzer die Etagen 39 – 52). Er fuehrte uns herum und zeigte uns die wichtigsten Einrichtungen im Hotel. Wir waren natuerlich in hoechstem Masse begeistert! Im Hyatt vom Kuechenchef herumgefuehrt zu werden ist natuerlich schon eine Ehre! Alles war sehr edel, vom feinsten selbstverstaendlich! Schliesslich kostet das Hyatt ja auch einiges fuer die Gaeste.

Schlussendlich tranken wir mit ihm ein Bier an der Bar mit einer gigantischen Aussicht auf Tokyo (in alle 4 Richtungen!) und er erzaehlte uns von sich und wie er hierher kam und so weiter. Es wahr sehr interessant und wir waren froh, dass wir doch noch ins Hyatt gekommen waren.

Es war aber noch nicht vorbei! Nach einer Weile fragte er uns dann, ob wir Lust haetten was zu essen. Da wir natuerlich den ganzen Nachmittag in der Stadt herumgelaufen waren ohne gross was zu essen, lehnten wir dieses Angebot nicht ab. Er fuehrte uns ins Restaurant wo uns eine Angestellte einen Tisch zuwies. Man spuehrte, dass der Kuechenchef hier einen hohen Rang einnahm, denn alle Angestellten verbeugten sich, wenn er herbeilief. Demzufolge bedienten Sie uns auch sehr freundlich und zuvorkommen, was die Japaner aber ja sowieso tun.

Wir genossen dann ein sensationelles 4-Gang-Menue im Restaurant des 5-Stern Hyatt Park Hotel in Tokyo, mit einer sensationellen Aussicht von der 42 Etage.

Spaeter gesellte sich der Kuechenchef dann wieder zu uns und wir plauderten noch eine ganze Weile. Etwa um 10 Uhr machten wir uns dann langsam auf dem Heimweg in unser “kleines” Hotel, aber mit einer Verabredung fuer Freitag Abend: er hat uns eingeladen, nochmals vorbeizukommen auf einen Drink und danach wuerde seine Frau und eine Kollegin mit uns in den Ausgang gehen. Kein Kommentar :-)

Voll zufrieden und mit einem laecheln auf dem Gesicht sanken wir langsam in den Schlaf……..

Comments are closed.